Mittels Usability Analysen das Besucherverhalten verstehen

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Im Gegensatz zu herkömmlichen Usability Tests in einer Laborsituation mit wenigen Probanden, ermöglichen Usability Analysen auf der Website einen Einblick in reales Interaktionsverhalten. Grundlagen für solche Analysen sind so genannte Heuristiken. Das sind Regeln, die eine Bewertung hinsichtlich der Bedienbarkeit und Benutzerfreundlichkeit von Websites ermöglichen.
In dem Zusammenhang sei auf das Buch „Web Usability“ von Jakob Nielsen verwiesen. In dem 25 beliebte Websites analysiert werden.

Eine ausgewogene Gestaltung aus Funktionalität, Ergonomie und Inhalt ist der Schlüssel zum Erfolg. Genau hier setzt die Usability Analyse hinsichtlich der Aufmerksamkeit an – welche Bereiche werden gesehen, welche gelesen, welche geklickt wenn ein Besucher unter Zeitdruck, in einer reellen Problemsituation, diese zu lösen versucht? Mittels qualitativer Usability Analysen (Navigationsverhalten, intuitive Verständlichkeit des Interaktionsdesigns, Leseverhalten bzw. Aufmerksamkeit auf der Website) oder quantitativer Web Analyse (Formularanalyse mit Abbruchraten, Interaktionszeit, Zeit bis Eingabe und Anzahl Korrekturen je Formularfeld, Besucherstatistiken und Segmentierungen) wird von einem konkret beobachteten Problem (induktives Vorgehen: Einzelfall zur Allgemeinheit), einer allgemeinen These (deskriptives Vorgehen: Allgemeinheit zum Einzelfall) oder einem Einzelfall (abduktives Vorgehen: Einzelfall zu Einzelfall) ausgegangen.

Anwendungsfälle für Usability Analysen sind:

  • Landingpage Analyse mit dem Ziel, dass ein Besucher seine Handlungsoptionen intuitiv versteht und ermutigt wird, einen bestimmtes Szenario zu absolvieren. Versteht der Besucher die Handlungsoptionen? Welche Bestandteile werden beachtet, welche nicht? Werden die Erwartungen aufgrund des Teaser durch die Landingpage erfüllt? A/B-Test, welche Landingpage funktioniert besser und warum?
  • Prozess Analyse mit dem Ziel Optimierungspotentiale zu erkennen. Sind die Schritte in einer für den Besucher logischen Reihenfolge? Sind alle Schritte notwendig oder kann der Prozess verkürzt werden? Erhält der Besucher am Ende die erwartete Information?
  • Wahrnehmungsanalyse mit dem Ziel die Aufmerksamkeit auf einer Page zu erhöhen. Finden die Besucher sich hinsichtlich der Navigation zurecht? Welche Bereiche werden beachtet, welche nicht (sehen, berühren, klicken)? Welche Texte wurden gelesen?
  • Analyse der Navigationswege mit dem Ziel einer besseren Wegeführung bei der Informationssuche. An welchen Stellen erwarten die Besucher bestimmte Elemente? Wie erreichen die Besucher ihr Ziel? Welche Wege werden gegangen, welche nicht?
  • Remote-Usability Analyse mit dem Ziel das Besucher schneller und einfacher ihre Probleme mit Hilfe der Website lösen können. Was sind die Kern-Ziele, die das Unternehmen mit Hilfe der Website erreichen will? Was sind die Probleme/Wünsche mit denen die Besucher auf die Website zugreifen? Hilft die Website den Besuchern beim Lösen ihrer Probleme?
  • Kombinierte Untersuchungsdesigns und ergänzende Möglichkeiten. Befragung nach der Zielerreichung in einem Szenario, Onpage-Befragung beim Betreten der Website, Remote-Test mit Online-Probanden und Szenarien sowie Usability Test mit A/B-Testverfahren und Performance-Controlling.

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